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Zecken“lauernde Gefahr auf der Golf-Runde

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr über 800.000 Neuinfektionen mit Borreliose, ausgelöst durch Zeckenbisse, registriert. Etwa 2% der Spinnentiere können auch die gefährliche Frühsommer-Gehirnhautentzündung FSME, übertragen.


Schon im April, ab Temperaturen von 8 Grad, lauern Zecken an Waldrändern, auf hohen Gräsern, im Unterholz, in Sträuchern und Büschen auf ihre Opfer beim Wandern und beim Sport in der freien Natur. Klar, auch wir Golfer zählen zur Gruppe der besonders gefährdeten Freiluft-Sportler. Wer sucht auf der Runde nicht einen verzogenen Ball, in dem von Zecken bevorzugten Lebensraum.
Die Haupt-Zecken-Saison dauert in unseren Breiten meist von April bis August. Die meldepflichtigen Ansteckungen durch Zeckenbisse werden aber auch noch bis in die Herbst-Monate (Oktober) gemeldet.

Wie kann man sich schützen?

Gegen die FSME gibt es eine Schutz-Impfung. Diese sollte, in den von Zecken befallenden Regionen (auf der Karte rot) für Golfer eigentlich selbstverständlich sein. Alle, die einen Urlaub in diese Gebiete planen, sollten das Pro und Kontra einer Impfung mit dem Hausarzt besprechen. Gegen eine Ansteckung mit Borreliose-Bakterien durch einen Zeckenbiss gibt es leider keine Impfung oder einen Langzeit-Schutz! Hier ist nur ein zeitlich begrenzter Schutz gegen Zecken-Befall durch Zecken-Sprys aus der Dose (z.B. Autan) möglich. Dieser Schutz wirkt in der Regel aber nur für 4 Stunden, also für knapp eine Golfrunde.
Deshalb unser Tipp: „Niemals schon am Morgen, sondern immer erst kurz vor Beginn der Golfrunde, auf dem Platz einsprühen“


Folgende Tipps können zusätzlich vor einen Zecken-Biss schützen:

• Immer lange, helle Kleidung und eine Mütze tragen. So können Sie die lieben Tierchen leichter erkennen. Es gibt im Fachhandel auch spezielle Golfsocken, die vor Zeckenbefall schützen.
Siehe GOLFplus unter „neue Produkte und Geschenk-Ideen für Golfer“
• Nicht unbedingt jeden Ball im Unterholz suchen, aber Vorsicht, Zecken lauern natürlich auch im Rough.
• Besonders, die unteren Körperbereiche mit Zeckenschutzmittel (Haut und Kleidung) besprühen.
• Nach der Runde, beim Duschen den gesamten Körper nach Zecken absuchen. Bevorzugte Stellen, an denen sich Zecken verstecken
  sind Leisten-Bereiche, die Achselhöhlen, Kopfhaut, Knie und Ellenbogen-Bereiche.
• Möglichst oft die Golfkleidung mit 60 Grad und mehr in der Waschmaschine waschen.
• Je schneller eine Zecke entdeckt wird, desto besser. Die Bakterien gegen Borreliose werden in der Regel erst, das haben Untersuchungen
  ergeben, etwa 8 Stunden, nach einem Zecken-Biss, übertragen.
• Nach Entdeckung die Zecke möglichst mit einer Zeckenkarte (aus der Apotheke) nach oben ziehen. Vorsicht bei Verwendung von Pinzetten. Zecke bitte nicht herausdrehen, hierbei können Quetschungen an der Zecke entstehen, die Ansteckungsgefahr wird dabei stark erhöht.
• Zecke auf keinen Fall verletzen, da sonst die Krankheitserreger von den Zecken verstärkt abgegeben werden!
• Auf keinen Fall die alten Hausmittel, wie Öl, Nagellack oder Klebstoff auf die entdeckte Zecke träufeln, damit diese erstickt.
   Das Risiko einer Übertragung der Bakterien wird sonst unnötig erhöht.
• Beim erkennen einer Rötung (rote Ringe) auch noch nach Tagen oder Wochen, im Bereich des Zeckenbisses
   unbedingt sofort den Arzt aufsuchen.

Siehe auch GOLFplus „Gesundheit und Mehr“, Ist impfen ein ausreichender
Zeckenschutz?

GOLFplus wünscht Ihnen eine zeckenfreie Golf-Saison 2011.

Weitere Infos:
www.autan.de
www.zecken.de